Fachkräftemangel

Die Pflichten werden mehr. Das Team nicht.

Wenn Anforderungen steigen und Einstellen keine Option ist, bleiben rechnerisch drei Wege: weglassen, zukaufen oder automatisieren. Weglassen verbietet die Pflicht. Zukaufen scheitert am selben Arbeitsmarkt. Bleibt der dritte.

Kennen Sie das?

Vier Anzeichen.

  • Aufgaben werden verteilt, indem bestehende Rollen „mit übernehmen" — zum dritten Mal in zwei Jahren.
  • Stellen sind ausgeschrieben, seit Monaten, ohne brauchbare Bewerbung.
  • Routinearbeit frisst die Zeit der Leute, die eigentlich die schwierigen Fälle lösen sollten.
  • Es gibt eine stille Liste von Dingen, die „gerade niemand macht".

Was dahintersteckt

Das ist kein Effizienzthema. Es ist ein Kapazitätsthema.

Effizienzprojekte fragen: Wie machen wir dasselbe billiger? Diese Lage fragt anders: Wie wird das Pflichtprogramm überhaupt geschafft? Das verändert, was gebaut werden muss — nicht das Beeindruckende, sondern das Wiederkehrende: Berichtswesen, Freigaben, Datenübernahmen, Bescheinigungen.

Und es verändert den Maßstab: Eine Automatisierung, die ein kleines Team nicht selbst betreiben kann, verschiebt das Problem nur vom Fachbereich zur IT. Deshalb bauen wir so, dass Sie es ohne uns weiterbetreiben — das ist hier keine Geste, sondern die Bedingung.

Was wir tun

Vier Schritte, in dieser Reihenfolge.

  1. Die Zeitfresser finden

    Nicht die spektakulären Prozesse, sondern die, die jede Woche Stunden kosten. Die Liste ist meist kürzer und wirksamer als erwartet.

  2. Das Wiederkehrende bauen

    Abläufe, die von selbst laufen und sich melden, wenn etwas nicht stimmt — statt dass jemand jeden Tag nachschaut.

  3. Das Team befähigen

    Die eigenen Leute lernen, Anpassungen selbst zu machen. Jede Änderung, die kein externes Ticket braucht, ist gewonnene Kapazität.

  4. Messen, was frei wurde

    Stunden pro Woche, vorher gegen nachher — die Zahl, mit der sich der nächste Schritt intern begründen lässt.

Wo wir das schon gebaut haben.

Fünf Energieunternehmen unterschiedlicher Wertschöpfungsstufe — vom Übertragungsnetzbetreiber bis zum Stadtwerk. Namen nennen wir nicht: Wer unter Aufsicht steht, will nicht als Referenz plakatiert werden.

Andere Ausgangslage?

Die übrigen drei Türen.